Den folgenden Text haben wir der deutschen Internetseite des Word Wide Fund For Nature (WWF) entnommen (Link vom 30.7.2026).* Er fasst das Thema gut zusammen. Der WWF ist eine der größten und erfahrensten Naturschutzorganisationen der Welt und in fast 100 Ländern aktiv.
*Für die Inhalte der hier enthaltenen Links bleibt der WWF verantwortlich.
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Der Earth Overshoot Day markiert den Punkt, ab dem wir auf Kosten künftiger Generationen leben – ökologisch betrachtet »auf Pump«. An diesem Tag hat die Menschheit alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht, die uns die Erde innerhalb eines Jahres zur Verfügung stellen kann. Im Jahr 2026 ist es der 30. Juli. Das zeigt: Unser aktuelles Wirtschafts- und Konsumverhalten überlastet die Erde und gefährdet unsere Zukunft – und das immer stärker.
Jedes Jahr, am 5. Juni, dem Weltumwelttag, gibt das Global Footprint Network den World Overshoot Day bekannt, den wir auch als »Erdüberlastungstag« kennen. Auch 2026 kommt dieser Tag früher als erhofft und früher als in den vergangenen Jahren. Im Jahr 2026 ist es der 30. Juli. Das ist der Tag, an dem die Menschheit bereits alle ihre natürlichen Ressourcen und Dienstleistungen aufgebraucht hat, die unsere Erde übers Jahr gesehen regenerieren kann.
Zur Erinnerung: Am 10. Mai 2026 wurde der Deutsche Overshoot Day begangen. Das ist der Tag, an dem Deutschland – aufs Jahr gerechnet – seine ihm vom Planeten bereitgestellten Naturressourcen verbraucht hatte. Rund zwei Monate später, am 30. Juli, wird die ganze Welt zum Schuldner. Gemessen an der zweimonatigen Differenz zwischen Deutschland und anderen Ländern der Erde wird deutlich: Unser Land ist ein besonders eifriger Esser an der großen Tafel der Erde.
Wie der Earth Overshoot Day berechnet wird
Der World Overshoot Day ist eine Art ökologisches Buchhaltungssystem, das Soll und Haben gegenüberstellt. Unterm Strich nehmen wir von der Erde mehr, als diese bereithält. Zu diesem Ergebnis kommt das Global Footprint Network, das seit den 1960er-Jahren die Ressourcenkapazitäten und Verbrauchsdaten von mittlerweile mehr als 200 Nationen der Erde erhebt.
Grundlage für die Berechnung ist die auf der Erde verfügbare Biokapazität, die dem sogenannten ökologischen Fußabdruck gegenübergestellt wird. Er umfasst alles, was wir von der Erde nehmen: bebaute Flächen, Weideland, Ackerland, Fischgründe in Flüssen, Seen und Meeren, Kohlenstoff sowie die Wälder, die unter anderem für die Aufnahme unserer CO2-Emissionen aus der Verbrennung von Öl, Kohle und Gas erforderlich sind. Der ökologische Fußabdruck unterscheidet sich von Land zu Land. Wenig überraschend zählen die einkommensstarken Länder zu jenen mit dem größten Fußabdruck pro Einwohner, beispielsweise Deutschland.
Ist der ökologische Fußabdruck größer als die Biokapazität, spricht man von »Overshoot«, was sich als ökologische Überschuldung übersetzen lässt.
Der große Hunger nach Ressourcen
Unser größter Ressourcenverbrauch ist unsichtbar, da er in der Herstellung von Produkten, Gebäuden und Nahrungsmitteln steckt. Laut der WWF-Studie Ressourcenleicht Leben 2045 liegt der Schlüssel zur Reduzierung in diesen massiven Konsumtreibern. Die Studie zeigt, dass der deutsche Pro-Kopf-Verbrauch von aktuell rund 16 Tonnen auf sechs bis acht Tonnen pro Jahr sinken muss, damit wir innerhalb ökologischer Grenzen bleiben. Und auch, wie das gehen kann.
Die wichtigsten Hebel für diesen versteckten Ressourcenhunger sind:
- Wohnen und Gebäude: Der Bausektor macht etwa ein Drittel des Rohstoffkonsums aus. Rohstoffe stecken unsichtbar in Zement, Stahl und der gesamten Infrastruktur.
- Ernährung: Der Konsum von Fleisch und stark verarbeiteten Lebensmitteln verbraucht enorme Mengen an Fläche, Wasser und Nährstoffen.
- Mobilität: Autos, Straßen und Verkehrsinfrastruktur benötigen große Mengen an Metallen, Kunststoffen, Baustoffen und Energie. Besonders ressourcenintensiv sind große, schwere Fahrzeuge sowie der Bau und Erhalt der benötigten Infrastruktur.
- Produkte: Konsumgüter (Elektronik, Möbel, Kleidung) haben lange, globale Lieferketten. Der Ressourcenabbau findet am Anfang dieser Ketten statt und ist im Endprodukt quasi unsichtbar.
Was können wir tun, um den Overshoot Day nach hinten zu schieben?
Aktuell wären 1,7 Erden nötig, um unseren Ressourcenhunger nachhaltig zu stillen. Aber es gibt nur die eine. Und an der betreiben wir Raubbau. Das hat Folgen, von denen kommende Generationen noch stärker betroffen sein werden, etwa durch Klimafolgen oder den weiteren Verlust von Biodiversität und Verlust von Lebensräumen durch Übernutzung.
Das Global Footprint Network hat mehr als 100 Lösungen zusammengetragen, die das Potenzial haben, den Earth Overshoot Day wieder nach hinten zu verschieben.
[hier endet die Verwendung des WWF-Textes]
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Empfehlungen für eine verantwortungsbewusste Ressourcenpflege
Der WWF hat Handlungsmöglichkeiten aus den Schlüsselbereichen Mobilität, Energie, Ernährung und Konsum zusammengestellt, mit denen jeder Einzelne die größten Chancen hat, zukunftsorientiert zu handeln. Diese finden sich am Ende des zitierten Artikels [hier].
Abbildungen oben: Earth Overshoot Day over the years | Country Overshoot Days (beide: Global Footprint Network 2026, www.overshootday.org and www.footprintnetwork.org).
+++ Die Grafiken in voller Größe können Sie hier herunterladen: Diagramm | Grafik. +++































![Erika Willers, [Blick vom Strand Hilgenriedersiel nach Norderney], 2024. Erika Willers, [Blick vom Strand Hilgenriedersiel nach Norderney], 2024.](https://kultur.ostfriesischelandschaft.de/wp-content/uploads/sites/6/2025/04/erika-willer-2024-254x254.jpg)














